MAILAND
   
Dom
Das wichtigste religiöse Bauwerk der Stadt und der größte gotische Bau des Landes. Er steht mit seinen 11.500 Quadratmetern in der Piazza del Duomo, ist 158 Meter lang, 93 Meter breit und wird von unzähligen Fialen überragt, von denen die höchste 109 Meter misst. Mit dem Bau wurde 1386 unter Gian Galeazzo Visconti begonnen und zog sich bis
zum 19. Jahrhundert hin. Im weitläufigen, fünfschiffigen Inneren befinden sich der Sarkophag von Ariberto da Intimiano, dem Erzbischof von Mailand, der Erfinder des “Carroccio” (Fahnenwagens) sowie das Grabdenkmal von Gian Giacomo Medici, ein Werk von Leone Leoni (1563). In der Schatzkammer neben der Krypta ist der Kirchenschatz mit wertvollen Elfenbeinwerken, Arbeiten in Silber und Gold zu sehen. Man kann zu den Terrassen hochgehen, in diesen Wald aus Fialen, und von dort einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen. Der Besuch des Doms verdient auch einen Abstecher in das anliegende Museum, das in 21 Sälen die Unterlagen zu den Ursprüngen und den wichtigsten Phasen des berühmten Baus zeigt.

Basilika von San Lorenzo Maggiore
Diese Basilika ist das wichtigste Zeugnis der frühchristlichen Kunst in Mailand. Sie wurde im 4. Jahrhundert mit Materialien aus römischen Bauten errichtet, allerdings Ende des 16. Jahrhunderts im mittleren Teil restrukturiert. Sie hat einen zentralen Grundriss mit vier Ecktürmen und 3 Kapellen, vor denen 16 Säulen aus der Kaiserzeit stehen, die
vielleicht einst zu einem Tempel gehörten und vor der Kirche in der Form eines umrahmenden quadratischen Laubengangs aufgestellt wurden. Von besonderem Interesse im Inneren ist die Kapelle von Sant'Aquilino aus dem 4. Jahrhundert, deren ursprünglichen Formen noch intakt sind.

Basilika des Heiligen Ambrosius
Zusammen mit dem Dom ist sie der berühmteste Sakralbau von Mailand. Die ursprüngliche Basilika wurde zur Zeit des Heiligen Ambrosius (386) errichtet und dann im 8. und im 9. Jahrhundert restrukturiert und erweitert. Ihr romanisches Aussehen erhielt sie zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert. Die Fassade ist beeindruckend mit den
beiden übereinander liegenden Logen. An den Seiten stehen zwei Glockentürme: Der rechte, der so genannte Glockenturm der Mönche, stammt aus dem 9. Jahrhundert, der linke, der Glockenturm der Kanoniker, mit seinen Lisenen und Bögen, aus dem 12. Jahrhundert. Das dreischiffige Innere bewahrt wertvolle Kunstwerke, von denen einige erwähnenswert sind: die "Kleine Gedächtniskapelle von San Vittore in Ciel d'Oro", aus dem 4. Jahrhundert und mit herrlichen Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert verziert, sowie der Hauptaltar, Werk des Meisters Volvinio (835), komplett aus Gold, Silber, Emaille und Halbedelsteinen. Vom linken Schiff aus betritt man den Laubengang der Pfarrkirche, der Teil der Basilika, der von Bramante 1492 erbaut wurde.

Castello Sforzesco
Das Schloss, das wichtigste zivile Renaissance-Bauwerk von Mailand, wurde ab 1450 auf einer bestehenden Konstruktion aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Von Francesco Sforza als prinzenwürdige Unterkunft gewollt, wurde es unter Galeazzo Maria Sforza und Ludovico il Moro erweitert und geschmückt. Zwischen dem 16. und dem 17.
Jahrhundert verwandelten es die Spanier in eine regelrechte Festung. Später verlassen, wurde es von Luca Beltrami restauriert. Die Anlage beherbergt die Schlossmuseen (Musei del Castello), die Sammlungen von Skulpturen, Malerei, angewandten Künsten, Drucken und das historische Stadtarchiv enthalten. Unter den Skulpturen ist die "Pietà Rondanini" zu nennen, das letzte Werk von Michelangelo; bei den Gemälden "Madonna e Santi" des Mantegna, ein Flügelaltar von Benedetto Bembo, "Madonna col Bambino" von Giovanni Bellini, die "Pietà" von Bergognone", das "Ritratto d'Uomo" von Correggio und das "Ritratto Soranzo" von Tintoretto. Hinter dem Schloss erstreckt sich en schöner englischer Park, in dem die städtische Arena, das Stadt-Aquarium, der Friedensbogen und der moderne Kunstpalast liegen.

Das Abendmahl von Leonardo da Vinci
Auf der Wand des Refektoriums des ehemaligen Dominikanerklosters kann man eines der berühmtesten Fresken der Welt bewundern. Leonardo malte das Fresko für Ludovico il Moro zwischen den Jahren 1495 und 1497. Es zeigt das letzte Abendmahl Christus in dem Moment, als er den kommenden Betrug durch einen seiner Apostel offenbart.
   
 
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