MAILAND
   
Dom
Das wichtigste religiöse Bauwerk der Stadt und der größte gotische Bau des Landes. Er steht mit seinen 11.500 Quadratmetern in der Piazza del Duomo, ist 158 Meter lang, 93 Meter breit und wird von unzähligen Fialen überragt, von denen die höchste 109 Meter misst. Mit dem Bau wurde 1386 unter Gian Galeazzo Visconti begonnen und zog sich bis
zum 19. Jahrhundert hin. Im weitläufigen, fünfschiffigen Inneren befinden sich der Sarkophag von Ariberto da Intimiano, dem Erzbischof von Mailand, der Erfinder des “Carroccio” (Fahnenwagens) sowie das Grabdenkmal von Gian Giacomo Medici, ein Werk von Leone Leoni (1563). In der Schatzkammer neben der Krypta ist der Kirchenschatz mit wertvollen Elfenbeinwerken, Arbeiten in Silber und Gold zu sehen. Man kann zu den Terrassen hochgehen, in diesen Wald aus Fialen, und von dort einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen. Der Besuch des Doms verdient auch einen Abstecher in das anliegende Museum, das in 21 Sälen die Unterlagen zu den Ursprüngen und den wichtigsten Phasen des berühmten Baus zeigt.

Castello Sforzesco
Das Schloss, das wichtigste zivile Renaissance-Bauwerk von Mailand, wurde ab 1450 auf einer bestehenden Konstruktion aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Von Francesco Sforza als prinzenwürdige Unterkunft gewollt, wurde es unter Galeazzo Maria Sforza und Ludovico il Moro erweitert und geschmückt. Zwischen dem 16. und dem 17.
Jahrhundert verwandelten es die Spanier in eine regelrechte Festung. Später verlassen, wurde es von Luca Beltrami restauriert. Die Anlage beherbergt die Schlossmuseen (Musei del Castello), die Sammlungen von Skulpturen, Malerei, angewandten Künsten, Drucken und das historische Stadtarchiv enthalten. Unter den Skulpturen ist die "Pietà Rondanini" zu nennen, das letzte Werk von Michelangelo; bei den Gemälden "Madonna e Santi" des Mantegna, ein Flügelaltar von Benedetto Bembo, "Madonna col Bambino" von Giovanni Bellini, die "Pietà" von Bergognone", das "Ritratto d'Uomo" von Correggio und das "Ritratto Soranzo" von Tintoretto. Hinter dem Schloss erstreckt sich en schöner englischer Park, in dem die städtische Arena, das Stadt-Aquarium, der Friedensbogen und der moderne Kunstpalast liegen.

Brera – Akademie der Bildenden Künste
Das Museumserbe ist beeindruckend: Ein Besuch in der Via Brera, wo ein Palazzo aus dem 16. Jahrhundert steht, der auf den Wunsch der Kaiserin Maria Theresia von Österreich Sitz der Akademie der Bildenden Künste geworden ist, darf einfach nicht fehlen. Im ersten Stock des Palazzo befindet sich die Pinakothek mit den Meisterwerken von Mantegna,
Tintoretto, Caravaggio und anderer Meister –  eine Reise in die italienische Kunst zwischen dem 14. und dem 20. Jahrhundert (Die Pinakothek ist von Montags bis Samstags von 9 bis 18 Uhr und Sonntags von 9 bis 20 Uhr geöffnet).

Ambrosianische Gemäldegalerie
Die Ambrosianische Gemäldegalerie hat ihren Sitz – zusammen mit einer Bibliothek voller wertvoller Manuskripte – in einem strengen Palais, das nach dem Willen des Kardinals Borromeo (derjenige, der auch in dem Buch des Manzoni, "I Promessi Sposi“ erwähnt wird) im Jahr 1609 erbaut wurde. Hier sind Gemälde, Skulpturen und Gegenstände vor allem
aus der lombardischen und venezianischen Schule vom 15. bis zum 18. Jahrhundert zu sehen sowie eine Sammlung von Zeichnungen. Zu den wichtigsten Werken gehören die "Madonna col Bambino" von Botticelli, "Il Musico" von Leonardo da Vinci.

Brera-Gemäldegalerie
Im Palazzo di Brera, begonnen von Richini in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und im 18. Jahrhundert von Piermarini fertig gestellt, befindet sich die Pinakothek, die vorwiegend aus Werken der lombardischen und venezianischen Schule vom 15. bis zum 18. Jahrhundert besteht.
Galerie für Moderne Kunst
In der Städtischen Galerie für Moderne Kunst, die in der Villa Reale in Via Palestro untergebracht ist, ist die Entwicklung der Kunst des 19. Jahrhunderts dokumentiert, vom Mailänder Neoklassizismus bis zur italienischen romantischen Bewegung, hin zum realistischen Programm der “Schulen” (piemontesische, lombardische Schule, die Schule der toskanischen Macchiaiuoli, die Schule von Posillipo) und zum Einfluss des französischen Impressionismus in Italien und bis zum Verismus und dem Divisionismus.
   
 
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